03.12.2013 / Thema / Seite 10

Zweifelhaftes Teamwork

Hintergrund. Der Verfassungsschutzmitarbeiter Andreas Temme ist heute im NSU-Prozeß als Zeuge geladen. Staatliche Stellen vertuschen seine Verstrickungen in den Mord an Halit Yozgat im Jahr 2006

Wolf Wetzel
Heute wird der NSU-Prozeß vor dem Münchner Oberlandesgericht fortgesetzt. Als Zeuge für die nächsten Verhandlungstage ist auch der Verfassungsschutzmitarbeiter Andreas Temme geladen. Bei dem Mord an Halit Yozgat war er unmittelbar vor Ort. Auch sonst werden dem »Klein Adolf« Genannten Vorlieben zur Rechten nachgesagt.



In Kassel ereignete sich am 6. April 2006 der kaltblütige Mord an dem Internetcafébesitzer Halit Yozgat. Diese Tat wird dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeordnet – es soll ihr neunter Mord gewesen sein. Wie bei den vorangegangenen acht Morden wurde »zufällig« auch dieser ins organisierte Verbrechen abgeschoben. Wieder wurde, wie die Frankfurter Rundschau am 24. November 2011 schrieb, aus Zufall »nie Richtung Rechtsextremismus ermittelt«. Ebenso zufällig wurden Täter im familiären und beruflichen Umfeld des Ermordeten gesucht.

Dennoch weist das Verbrechen in Kassel eine Besonderheit auf: Zur Tatzeit war der Mitarbeiter...




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