03.12.2013 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Schützenhilfe vom DGB

Gewerkschaftsspitzen verbreiten positive Bewertung des Koalitionsvertrags von Union und Sozialdemokraten. Kritik nur in Nebensätzen

Daniel Behruzi
Unter den SPD-Mitgliedern, die in den kommenden Wochen über den Koalitionsvertrag mit der Union befinden werden, sind immer noch viele Gewerkschafter. Diese sollen offenbar motiviert werden, mit Ja zu stimmen. Entsprechend positiv fallen die von den DGB-Spitzen verbreiteten Bewertungen des 185seitigen Vereinbarungstextes aus. Lediglich in Nebensätzen werden die vielen Leerstellen und Defizite des Vertrags erkennbar. Das Vorhaben, das Streikrecht der Spartengewerkschaften unter Berufung auf die »Tarifeinheit« einzuschränken, findet kaum Beachtung.

Insgesamt sind die Gewerkschaftsspitzen zufrieden. »Ausgesprochen positiv« nannte DGB-Chef Michael Sommer die Koalitionsvereinbarung. Sie fasse »pragmatisch das Mögliche zusammen«, meinte Michael Vassiliadis von der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Und auch die IG Metall hält den Kontrakt für eine gute »Grundlage für Politik im Interesse der Beschäftigten«.

Besonders die Einführung ...

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