25.11.2013 / Thema / Seite 10

Intelligenz im Streik

Vorabdruck. Gewerkschaftliche Kämpfe in der IT-Branche bei EDS/HP von 2008 bis 2013

Heinz-Jürgen Krug
Das Dezember-Heft von Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung dokumentiert die Beiträge des Kolloquiums »Klassenanalyse und Intelligenz heute«, das im April 2013 in Frankfurt am Main stattfand. Die Redner waren Frank Deppe, Dieter Boris, Torsten Bultmann, Joachim Bischoff sowie u. a. auch Heinz-Jürgen Krug, dessen Beitrag jW ungekürzt abdruckt. Die Publikation kann bestellt werden unter www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de.

EDS (Electronic Data Systems Corporation, gegründet 1962) war mit zirka 110000 Beschäftigten bis zum Jahr 2008 einer der größten Informationstechnikdienstleister in Deutschland und weltweit, eine der Vorreiterfirmen für IT-Outsourcing mit Großkunden wie General Motors, Xerox, Fluggesellschaften, aber auch US-Behörden und Militär. Nach der Übernahme durch Hewlett-Packard (HP) im Oktober 2008 wurden Massenentlassungen angekündigt, in Deutschland (Standorte unter anderem in Rüsselsheim, Ludwigsburg, Hamburg, Düsseldorf) betraf dies 1150 von 4200 Arbeitsplätzen. Darauf reagierte die Belegschaft mehrheitlich mit einem fast fünfwöchigen Streik (siehe These 2).

These 1: Die IT-Branche ist eine normale Industrie.



Die IT-Branche ist spätestens seit dem Jahre 2001 mit dem Platzen der IT-Blase zu einer normalen Industrie geworden. Mit der Folge, daß die Profitraten unter Druck gerieten. Auf der Kundenseite – für EDS spielte hier insbesondere (das US-amerikanische Automobilunternehmen; d. Red.) General Motors eine wesentliche Rolle – hat man gelernt, die Lieferanten von Informationstechnik gen...

Artikel-Länge: 19130 Zeichen

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