20.11.2013 / Titel / Seite 1

Kritik von den kleinen

Spartengewerkschaften appellieren an CDU/CSU und SPD, Finger vom Streikrecht zu lassen. DGB-Spitze hat hingegen zum Gesetz für »Tarifeinheit« ermuntert

Daniel Behruzi
Bei den Spartengewerkschaften formiert sich Widerstand gegen die Pläne der angehenden großen Koalition, das Streikrecht über ein Gesetz zur »Tarifeinheit« einzuschränken. »Wir werden uns nicht als Gewerkschaft zweiter Klasse behandeln lassen«, erklärte Ilona Ritter, Vorsitzende Tarifpolitik bei der Vereinigung Cockpit (VC), am Dienstag in Frankfurt am Main. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes (DJV), Michael Konken, nannte das von der Koalitionsarbeitsgruppe Arbeit und Soziales beschlossene Vorhaben »lebensfremd und verfassungsfeindlich«.

»Die Menschen in Deutschland sind mündig und dürfen selber entscheiden, wer ihre Interessen vertreten soll. Dazu gehören auch der Abschluß von Tarifverträgen und das Recht auf Arbeitskampf, um diese Ziele zu erreichen«, sagte die VC-Funktionärin Ritter. Berufsgewerkschaften in ihrer Handlungsfreiheit einschränken zu wollen, komme einem Verbot gleich. DJV-Mann Konken verwies in einer Mitteilung auf d...

Artikel-Länge: 3626 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe