16.11.2013 / Inland / Seite 4

Kriegsverbrecher steht Pate

An der Uni Bonn soll mit Geldern des Verteidigungsministeriums eine Professur nach Henry Kissinger benannt werden. Der AStA protestiert

Peer Heinelt
Die Studierendenvertreter der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sind zur Zeit – freundlich formuliert – etwas genervt. Grund dafür ist die von der Hochschulleitung beabsichtigte Einrichtung einer Stiftungsprofessur »für Internationale Beziehungen und Völkerrechtsordnung unter besonderer Berücksichtigung sicherheitspolitischer Aspekte«. Zwei Dinge erhitzen die Gemüter der Nachwuchswissenschaftler besonders: die Finanzierung des neuen Lehrstuhls und dessen Namensgeber. 250000 Euro will das Bundesverteidigungsministerium beisteuern, weitere 50000 Euro das Auswärtige Amt. Die Professur soll nach Henry Kissinger benannt werden, der in den Jahren 1969 bis 1977 den US-Präsidenten Richard Nixon und Gerald Ford als Sicherheitsberater und Außenminister diente.

Während Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) Kissinger nach eigener Aussage zu den »großartigsten Staatsmännern des 20. Jahrhunderts« zählt, hält es der Allgemeine S...

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