29.10.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Der lange Arm der USA

Washingtons Behörden verfolgen Kuba-Geschäfte auch in Europa

Volker Hermsdorf
Seit einigen Jahren verstärken die USA den Druck auf Drittländer, um Geschäftsbeziehungen, den Verkauf kubanischer Produkte wie Rum und Zigarren, Bankgeschäfte und sogar Kulturprojekte zu unterbinden. In der bisherigen Amtszeit des Präsidenten Barack Obama hat Washingtons »Amt zur Kontrolle von Auslandsvermögen« (Office of Foreign Assets Control, OFAC) Bußgelder in Höhe von mehr als zwei Milliarden US-Dollar gegen Banken, Firmen und Einzelpersonen verhängt, die Kontakte zu Kuba gepflegt haben.

Jüngstes Opfer war die Rockband COR aus Mecklenburg-Vorpommern. Für eine Tournee durch Kuba und die Unterstützung kubanischer Bands hatten die Rügener Musiker im Internet über den darauf spezialisierten Dienst »Startnext« zu Spenden aufgerufen. Mitte Oktober teilte dieser der Band jedoch mit, daß der Online-Bezahldienst PayPal die bisher eingegangenen Gelder eingefroren habe, da wegen der US-Blockade »keine kubanischen Bürger, Produkte oder Marken finanziert werden...

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