23.10.2013 / Thema / Seite 10

Im Zeitalter der Metadaten

Hintergrund. Ein gigantisches Rechenzentrum des Geheimdienstes NSA soll die »Informationsdominanz« der USA im Cyberspace sichern. Deren Architekt Keith Alexander tritt bald zurück

Matthias Monroy
»Festung der Cyberspione«, »Monsterrechenzentrum«, »Tempel des Datengotts« sind die Vokabeln, mit denen Journalisten versuchen, das digitale Monstrum in der Wüste des US-Bundesstaats Utah in Worte zu fassen: Mitten im Geröll, unter sengender Hitze hat die Regierung das größte weltweit bekannte Rechenzentrum errichtet. Das Gebäude trägt den sperrigen Namen »Intelligence Community Comprehensive National Cybersecurity Initiative Data Center«, zu deutsch etwa »Übergreifendes Geheimdienstzentrum für die nationale Cybersicherheit«. Der Name ist Programm.

»Für uns war Bluffdale schon immer das Zentrum der Welt«, freut sich der Bürgermeister der Kleinstadt, die gerade einmal 8000 Einwohner zählt. Bald wird Bluffdale für den weltweiten Datenverkehr zu einem wichtigen Drehpunkt – unfreiwillig allerdings: Die National Security Agency (NSA), als Auslandsgeheimdienst zuständig für die Überwachung und Analyse elektronischer Kommunikation, braucht die...

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