12.10.2013 / Thema / Seite 10

Den Krieg ächten

Rezension. Jürgen Todenhöfers Buch »Du sollst nicht töten« ist ein einzigartiges Zeitdokument und ein leidenschaftliches Plädoyer für den Frieden

Thomas Wagner
»Wenn ihr wüßtet, was ich weiß, / sprach Mahomet, / so würdet ihr viel weinen und wenig lachen.« Dieser, dem Propheten Mohammed zugeschriebene Spruch paßt auch gut zu jenem Buch, von dem hier die Rede ist. Dabei handelt es sich trotz seines in diese Richtung weisenden Titels nicht um ein Stück harmloser Erbauungsliteratur. »Du sollst nicht töten. Mein Traum vom Frieden« (2013) ist statt dessen eine kunstvoll zu einem Gesamtbild der gegenwärtigen Konflikte im Mittleren Osten und der arabischen Welt zusammengefügte Sammlung kenntnisreicher Reportagen, Analysen und Berichte des ehemaligen CDU-Politikers, Medienmanagers und heutigen Publizisten Jürgen Todenhöfer.

Bei den von ihm geschilderten »Abenteuern« in Afghanistan, Algerien, Libyen, Ägypten, Gaza, Irak, Iran und Syrien handelt es sich um dramatische Ereignisse, die zu erleben man niemandem wünscht. Die Rahmenhandlung besteht aus der Schilderung eines mehrere Stunden dauernden Mörsergranaten...

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