11.10.2013 / Inland / Seite 5

Gefahr für Sinti und Roma

Brandstiftung an Flüchtlingsunterkunft in Duisburg. Unterstützer in Sorge um Sicherheit der Einwanderer. Polizei ermittelt »in alle Richtungen«

Markus Bernhardt
Die Auseinandersetzungen um in Duisburg lebende Sinti und Roma nehmen weiter zu. Nachdem in den vergangenen Wochen mehrfach rassistische und offen neofaschistische Gruppierungen wie »Pro Deutschland« oder die NPD gegen ein in der Straße In den Peschen gelegenes Wohnhaus mobil gemacht hatten, in dem Dutzende bulgarische und rumänische Flüchtlinge leben, sorgt nun eine Brandstiftung für weitere Verunsicherung.

So kam es in der Nacht zum letzten Mittwoch zu einem Brand in einem ebenfalls ausschließlich von Sinti und Roma bewohnten Mehrfamilienhaus, welches sich in der Kirchstraße im Duisburger Stadtteil Hochheide befindet. Zwar gelang es der Feuerwehr, den Brand zu löschen und 42 Menschen, die sich zuvor auf das Dach des Gebäudes geflüchtet hatten, aus dem stark verqualmten Haus zu evakuieren. Insgesamt mußten sechs Erwachsene und elf Kinder mit Rauchgasvergiftungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden. Die restlichen Bewohner wurden noch in der ...

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