09.10.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Gewollte Irreführung

Erst verbrennen Akten, dann Zeugen: Warum darf der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn 2007 nicht aufgeklärt werden?

Wolf Wetzel
Bis heute halten Ermittler und Staatsanwaltschaft daran fest, daß der Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn im April 2007 von den beiden – mittlerweile toten – Mitgliedern der rechten Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt »ohne Mithilfe ortskundiger Dritter« verübt wurde. Das tun die Behörden, obwohl sie eine Tatbeteiligung des Duos nicht nachweisen können. Fakt hingegen ist, daß die Spuren und Hinweise, die es zuhauf gibt, zu anderen neonazistischen Tätern führen.

Warum wird seit sechs Jahren diesen Spuren nicht gefolgt? Will man Täter schützen, die noch leben? Muß man sie schützen, weil diese Täter Verbindungen zu staatlichen Behörden bloßlegen können, die unter allen Umständen geheimgehalten werden müssen?

Tod auf dem Wasen

Am 16. September 2013 leiht sich Florian H. das Auto seines Vaters. Er hat einen Termin um 17 Uhr beim Landes­kriminalamt (LKA) in Stuttgart. Dort soll er weitere ...

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