21.09.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

»Alle vertreten die Mehrheit«

Konflikt in Syrien ist militärisch nicht zu lösen: Die UNO bemüht sich um Vermittlung zwischen Aufständischen und Regierung. Ein Gespräch mit Mokhtar Lamani

Karin Leukefeld, Damaskus
Der aus Marokko stammende Mokhtar Lamani leitet das Büro des UN-Sonderbeauftragten für Syrien in Damaskus. Als Beauftragter der Arabischen Liga war Lamani 2006/2007 in Bagdad, um in dem interkonfessionellen Konflikt zu vermitteln. Im Februar 2007 gab Lamani den Auftrag zurück und kritisierte die Arabische Liga für ihre Unentschlossenheit.

Seit einem Jahr leiten Sie das Büro des UN-Sonderbeauftragten für Syrien in Damaskus. Wie war es, als Sie Ihre Arbeit begonnen haben?

Als ich hier nach meiner Ankunft das erste Mal mit verschiedenen Kommandanten von bewaffneten Gruppen sprechen wollte, hieß es immer: Wenn Sie mit uns reden wollen, müssen sie nach Istanbul gehen. Ich sagte nein, das tue ich aus Prinzip nicht. Ich bin hier, um Syrer in Syrien zu treffen. Ich nehme die Sache ernst und halte mich nicht 25 Tage im Monat auf irgendwelchen Seminaren im Ausland auf.

Die Lage ist ja schwieriger geworden, was sind Ihre Erfahrungen?

Ziemlich deprimieren...

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