24.08.2013 / Titel / Seite 1

»Ein großes Ereignis«

Syriens bewaffnete Opposition liefert Kriegsvorwand. US-Präsident Obama läßt über Militärintervention nachdenken

Werner Pirker
US-Präsident Barack Obama hat in einem Interview mit dem TV-Sender CNN zu den Berichten über einen Giftgaseinsatz in Syrien in dieser Woche Stellung genommen. Zwar sei man noch dabei, Informationen zu sammeln. Es handele sich aber »klar um ein großes Ereignis«, das Anlaß zu ernster Sorge gebe. Obama, der vor Monaten die Verwendung von chemischen Waffen durch die syrische Armee als »rote Linie« bezeichnet hatte, deren Überschreitung Washington nicht hinnehmen würde, warnte am Freitag jedoch auch vor übereilten Reaktionen, wie der Forderung nach einer Militärintervention. Eine solche würde rechtliche Fragen sowie die nach einer internationalen Unterstützung aufwerfen. Ein Einsatz ohne UN-Mandat würde eine Koalition erfordern, die das machen würde, gab der US-Präsident zu bedenken. Frankreich und Großbritannien haben ihre Bereitschaft dazu bereits bekundet.

Obamas eher vorsichtige Stellungnahme könnte auch darauf zurückzuführen sein, daß Rußland...

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