23.08.2013 / Ausland / Seite 7

Alarmurteil

USA: Erbarmungslose Jagd auf Menschen, die die Wahrheit verbreiten. Bradley Manning ließ sich nicht erpressen

Jürgen Heiser
Wikileaks-Informant Bradley Manning wird ein Gnadengesuch direkt an US-Präsident Barack Obama richten. Das kündigte Rechtsanwalt David Coombs an, nachdem sein Mandant am Mittwoch zu 35 Jahren Haft verurteilt wurde. »Der Kampf ist noch nicht vorbei«, erklärte Coombs auf einer Pressekonferenz kurz nach der Urteilsverkündung. Er wolle dafür sorgen, daß Manning »eines nicht zu fernen Tages seine Zelle in Fort Leavenworth verlassen kann«. Parallel zu einem Berufungsantrag, für den er genug Ansatzpunkte sehe, werde er das Gnadengesuch direkt an US-Präsident Barack in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber und höchste Gnadeninstanz des US-Militärs richten. Laut dpa reagierte das Weiße Haus zunächst kühl. Das Gesuch werde wie alle anderen auch geprüft, kündigte ein Sprecher an.

Bradley Manning hatte auf die Verkündung der Haftstrafe gefaßt reagiert. »Ich werde das schaffen«, habe er gesagt, berichtete sein Anwalt der ­Washington Post. In einer Stell...

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