05.08.2013 / Politisches Buch / Seite 15

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Dominik Rigolls Buch über den westdeutschen Staatsschutz

Georg Fülberth
Der Historiker Dominik Rigoll wollte über die westdeutschen Berufsverbote seit der Regierung Brandt/Scheel schreiben, geriet beim Aktenstudium aber in Zeiten zurück, die für ihn, Jahrgang 1975, gleichermaßen Vergangenheit vor seiner eigenen Biographie sind, also Geschichte. Diese erzählt er in seinem Buch »Staatsschutz in Westdeutschland. Von der Entnazifizierung zur Extremistenabwehr« so: 1945 gab es, durch die Alliierten in Ost und West verhängt, tatsächlich ein massenhaftes Berufsverbot für Nazis im öffentlichen Dienst. Soweit diese kleinste Mitläufer gewesen waren, mußten sie in der Regel nur ihr Spruchkammerverfahren abwarten, um wieder eingestellt zu werden. Etwas mehr Probleme hatten erheblich Belastete unterhalb der alten Partei- und Staatsspitze. Sie blieben noch ein paar Jahre draußen. An ihre Stelle traten Anti- und Nichtfaschisten, die sogenannten Fünfundvierziger. Mit Beginn des Kalten Krieges wurden diese oft verdrängt oder isoliert – ...

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