04.07.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

»Interessant, was neuerdings als ›nationalistisch‹ gilt ...«

Vizechefin der Linken wehrt sich gegen »Kampagnenjournalismus« und gegen dessen Helfer aus den eigenen Reihen. Gespräch mit Sahra Wagenknecht

Peter Wolter
Sahra Wagenknecht ist stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei und erste Stellvertreterin im Vorsitz der Bundestagsfraktion.

In Berlin fand am gestrigen Mittwoch ein EU-Treffen zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit statt, parallel dazu gab es eine DGB-Gegenveranstaltung. Bisherige »Gipfel« der Bundesregierung waren fast ausnahmslos PR-Veranstaltungen – muß man diesen jetzt ernstnehmen oder kann man ihn unter »Wahlkampf« abbuchen?

Dieser Gipfel ist eine einzige Heuchelei. Es sind die Bundesregierung und die »Troika« aus EU, Europäischer Zentralbank und Weltwährungsfonds, die den Krisenländern immer brutalere Kürzungsprogramme diktieren. Diese Programme haben schon Millionen Arbeitsplätze vernichtet. So gibt man jungen Menschen keine Perspektive, sondern zerstört sie. Die Bundesregierung als Kämpferin gegen Jugendarbeitslosigkeit, das ist, als wenn man eine Brandstifterbande zum Brandschutzseminar einlädt.

In Spanien, Griechenland und anderswo ist ...


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