05.06.2013 / Ausland / Seite 6

In Costa Rica wächst die Wut

Proteste gegen Korruption und Repression. Linke spürt Aufbruchstimmung

Torge Löding, Mexiko-Stadt
Sieben von zehn Costa-Ricanern würden heute keine politische Partei wählen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Universität von Costa Rica. Zahlreiche Korruptionsskandale haben seit 2010 bereits 14 hohe Regierungsvertreter der rechtssozialdemokratischen »Partei der Nationalen Befreiung« (PLN) von Präsidentin Laura Chinchilla das Amt gekostet. Zudem wächst die Wut wegen der zunehmenden Repression und Kriminalisierung der sozialen Bewegungen in dem kleinen zentralamerikanischen Land. Aktuellstes Beispiel ist der Tod des Umweltschützers Jairo Mora Sandoval, der Ende Mai von Unbekannten ermordet worden war, als er die Gelege von Meeresschildkröten verteidigte. Die sozialen Netzwerke sind voller Entsetzen und Beileidsbekundungen. Viele Costa-Ricaner sehen eine Mitschuld von Chinchilla, die in einer Ansprache im November 2010 zum »Kampf« gegen »radikale Umweltschützer« aufgefordert hatte.

Proteste gegen das herrschende Modell in Politik...

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