28.05.2013 / Inland / Seite 8

»Ich will nicht, daß Schüler lernen, Menschen zu töten«

Berliner Pädagogen haben die Schulen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bundeswehrfrei gemacht. Ein Gespräch mit Gökhan Akgün

Frank Brendle
Gökhan Akgün leitet als koordinierender Erzieher den Freizeitbereich an der E.O.Plauen-Grundschule in Berlin-Kreuzberg

Vor einem Jahr hat die Personalversammlung der Erzieher und Lehrer in Friedrichshain-Kreuzberg Ihren Antrag verabschiedet, der eine Zusammenarbeit mit der Bundeswehr im Bildungsbereich grundsätzlich ablehnt und das Militär auffordert, jegliche Werbung an den Schulen im Bezirk zu unterlassen. Welche Folgen hatte der Beschluß?

Wir sind der einzige Bezirk in Berlin, an dem keine Bundeswehr-Werbung in Schulen stattfindet. Ich glaube also, unser Antrag ist bei denen schon angekommen, und die Bundeswehr hat kapiert, daß wir zur Stelle sind, falls sie hier auftauchen sollte. Darüber hinaus ist es wichtig, daß wir einen solchen Beschluß in der Hand haben, mit dem wir argumentieren können, das stärkt den kritischen Kollegen den Rücken. Und es fördert natürlich auch eine Diskussion an den Schulen.

Was ist mit den anderen Berliner Bezirken?

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