13.05.2013 / Ansichten / Seite 8

US-Strategiewechsel

Erdogan erfindet neuen Kriegsvorwand

Werner Pirker
Die Behauptung des türkische Premiers Erdogan, die syrischen Regierungstruppen hätten Giftgas eingesetzt, hat nicht die gewünschten Reaktionen ausgelöst. Nun versucht Ankara mit der Unterstellung, daß Syrien den blutigen Anschlag von Reyhanli zu verantworten habe, doch noch eine westliche Militärintervention zu provozieren. Das Bombenattentat im türkisch-syrischen Grenzgebiet sei von einer türkischen Gruppe mit Verbindungen zum syrischen Geheimdienst verübt worden, behauptete Erdogans Vize Besir Atalay. Vorsorglich meinte er auch zu wissen, daß »dieses grausame Verbrechen« nicht mit der syrischen Opposition in Verbindung gebracht werden könne.

Nachdem die Schuldzuweisung an Damaskus in die Welt hinausposaunt war, verhängte ein türkisches Gericht unter der Begründung, Staatsgeheimnisse zu schützen, eine Nachrichtensperre über die Umstände des Anschlages. Die Absicht der Türkei, einen NATO-Krieg gegen Syrien anzuzetteln, ist freilich längst kei...

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