03.05.2013 / Ausland / Seite 6

Waffengeklirr im Himalaja

Scharfmacher verlangen von Indiens Regierung »entschlossenes Vorgehen« im Grenzstreit mit China

Hilmar König
Seit dem 15. April hält ein Trupp chinesischer Soldaten einen Teil des Depsang-Tales im Himalaja, östlich des Karakorum-Passes, besetzt und hat dort ein Zeltlager aufgeschlagen. Nach indischer Darstellung befindet sich die Stellung 19 Kilometer südlich der »Linie der Aktuellen Kontrolle« (LAC). So wird die seit über 50 Jahren nicht demarkierte Grenze zu China offiziell bezeichnet.

Peking besteht darauf, seine Soldaten stünden auf chinesischem Gebiet. Der über 3000 Kilometer lange Grenzverlauf zwischen Indien und der chinesischen Provinz Xinjiang und dem autonomen Gebiet Tibet hält sich in Abschnitten in etwa an die von der britischen Kolonialverwaltung gezogene McMahon-Linie, die zur Zeit der indischen Unabhängigkeit im Jahre 1947 bestand. 1962 kam es zu einem kurzen Krieg zwischen den beiden Nachbarn. Seitdem erheben sie gegenseitig territoriale Ansprüche, Indien auf das an seine Ladakh-Region angrenzende Aksai Chin und China auf den indisch...

Artikel-Länge: 4295 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe