26.01.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Ausstieg gefordert

Gewerkschaftslinke will Debatte über Kündigung der DGB-Zeitarbeitstarife anstoßen. Doch die Führungsetage hat sich offenbar bereits dagegen entschieden

Daniel Behruzi
Leiharbeit: Das Ende ist nah«, frohlockt die Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken (IVG) in einer aktuellen Stellungnahme. Sie fordert, eine Diskussion über die Kündigung der DGB-Leiharbeitstarifverträge zu beginnen. Ihr Argument: Bei einem Ausstieg des DGB käme der Grundsatz gleicher Bezahlung von Leih- und Stammkräften (»Equal Pay«) aus dem Arbeitnehmer-Überlassungsgesetz (AÜG) zum Zuge. Doch in den gewerkschaftlichen Führungsetagen ist man offenbar anderer Meinung. Zwar wollen die DGB-Organisationen die mit den Zeitarbeitsverbänden BAP und iGZ geschlossene Vereinbarung fristgerecht kündigen, erklärt ver.di-Sprecher Christoph Schmitz auf jW-Nachfrage. Zugleich sollen aber Verhandlungen über Lohnerhöhungen und damit eine Beibehaltung des Vertragswerks angestrebt werden.

Ende April dieses Jahres können die DGB-Leiharbeitstarife erstmals gekündigt werden. Geschieht das und wird keine neue Vereinbarung getroffen, laufen die Verträge Ende Oktobe...

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