19.11.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

»Dritter Weg« in der Praxis: Kürzung bei Niedriglöhnern

Diakonie in Nordrhein-Westfalen verordnet ohnehin mies bezahlten Beschäftigtengruppen eine Absenkung der Gehälter

Daniel Behruzi
In der Praxis bedeutet der »Dritte Weg« zur Festsetzung der Arbeits- und Entlohnungsbedingungen in kirchlichen Einrichtungen nichts als einseitige Kürzungsdiktate. Anschaulich demonstriert das ein aktueller Vorfall aus Nordrhein-Westfalen: Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) hat in ihrer jüngsten »Tarifvereinbarung« mal eben ein paar neue Niedriglohngruppen eingeführt. Betroffen sind u.a. ungelernte Altenpflegehelferinnen und Hauswirtschaftsbeschäftigte, die drastische Einbußen auf ihre ohnehin mickrigen Gehälter hinnehmen müssen.

Vereinbart hat die Diakonie das Ganze mit einem »Verband Kirchlicher Mitarbeiter« (VKM), der in den Arbeitsrechtlichen Kommissionen (ARK) mitarbeitet und in dem einige hundert der rund 140000 betroffenen Beschäftigten Mitglied sein sollen. Ver.di beteiligt sich nicht an den ARK und fordert statt dessen die Aufnahme regulärer Tarifverhandlungen. Der VKM gab im Anschluß an die ARK-Entscheidung die Einführung von zwei neu...

Artikel-Länge: 3536 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe