17.11.2012 / Inland / Seite 5

Last man standing

»Praktizierter Klimaschutz von unten«: Aktivist verschanzt sich in einem sechs Meter tiefen Erdloch, um Hambacher Forst vor RWE-Baggern zu schützen. Polizei ratlos

Ruben Neugebauer, Hambach
Er nennt seine Aktion »praktizerten Klimaschutz von unten«, seine Mitstreiter vom inzwischen von der Polizei geräumten Protestcamp im Hambacher Forst bezeichnen ihn als »Endgegner«. Seit Dienstag harrt ein junger Mann in einem mehrere Meter tiefen Erdloch aus. Mit seiner Aktion will er eine vom Energieriesen RWE geplante Erweiterung des Braunkohletagebaus Hambach auf ein Jahrhunderte altes Waldstück bei Köln verhindern. Am Freitag mittag hatte die Polizei zum ersten mal für einen Moment Sichtkontakt zu dem Braunkohlegegner. Eine Weile lang sah es so aus, als ob die Aktion bald zu Ende ginge. Doch der Mann löste sich kurzerhand aus seiner Ankettvorrichtung und verschwand erneut im Erdreich. Mit seiner Flucht in den Tunnel stelle er die Polizei erneut vor ein »Rätsel der Räumbarkeit«, wie es auf der Homepage der Waldbesetzer heißt. Es sei nun endgültig bewiesen, daß es hier um eine Räumung und nicht um einen Notfall ginge. Damit bezogen sie sich auf Medienberichte, in de...

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