05.11.2012 / Titel / Seite 1

Täter haben Namen und Adressen

Ein Jahr nach Bekanntwerden der »NSU«-Morde: Verfassungsschutz setzt weiter auf V-Leute. BKA warnte bereits 1997 vor »Brandstifter-Effekt«.

Ein Jahr nach Auffliegen der neofaschistischen Terrororganisation »Nationalsozialistischer Untergrund« beharrt Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen weiterhin auf dem Einsatz von V-Leuten. »Menschliche Quellen sind und bleiben unverzichtbar, um Erkenntnisse über innere Strukturen und Planungen verfassungsfeindlicher Bestrebungen zu erlangen«, so Maaßen in der Welt am Sonntag.

Ebenfalls am Sonntag wurde bekannt, daß das Bundeskriminalamt (BKA) bereits 1997 vor V-Leuten als »Brandstiftern« warnte, ohne die es diese »Strukturen und Planungen« zum Teil gar nicht gegeben hätte.

Das geht aus einem geheimen Dokument hervor, das der Spiegel zum Jahrestag des Bekanntwerdens der »NSU«-Mordserie aufgetan hat. Die »Mehrzahl der Quellen«, heißt es demnach in dem Papier des BKA, seien überzeugte Rechtsextremisten, die glaubten, »unter dem Schutz des VS im Sinne ihrer Ideologie ungestraft handeln zu können und die Exekutive nicht ernst nehmen...

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