26.10.2012 / Inland / Seite 4

NPD belästigt Migranten

Neonazis planen rassistische und antiislamische »Aktionstour« durch Sachsen. CDU fast auf selber Linie. Ausländerrat ruft zu Schutzmaßnahmen für Betroffene auf

Susan Bonath
Die NPD will wieder »reisen«, diesmal durch Sachsen. Die Ziele der Neofaschisten sind Asylbewerberheime, Moscheen und muslimische Kulturstätten in Leipzig, Chemnitz, Dresden, Plauen, Pirna, Radebeul, Kamenz und Weinböhla. Ihre vom 30. Oktober bis zum 3. November geplante »Aktionswoche« steht unter dem Motto »Gegen Asylmißbrauch, Islamisierung und Überfremdung«. Der Ausländerrat Dresden bangt um die Sicherheit von Flüchtlingen und ruft zu solidarischen Protestaktionen auf.

Die sächsische NPD-Fraktion hatte ihre rassistische Tour vergangene Woche im Landtag angekündigt. Seitdem macht die neofaschistische Partei auf ihren Internetseiten Stimmung gegen Asylbewerber und Muslime. In Pressemitteilungen fordert sie »schnelle Abschiebungen« und »warnt« vor angeblichem Asylmißbrauch und einer »drohenden Islamisierung Sachsens«. Mit den »Aktionen« wollten die Rechten »an Bürgerproteste gegen Asylheime anknüpfen« und zwei »parlamentarische Initiativen« ihrer Fraktio...

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