26.10.2012 / Ausland / Seite 6

Machtspiele im Libanon

Emran Feroz
Nach dem Tod des libanesischen Geheimdienstgenerals Wissam Al-Hassan in Beirut werden weiterhin Syrien und pro-syrische Kräfte für das Bombenattentat verantwortlich gemacht. Die Opposition um Exregierungschef Saad Al-Hariri, Sohn des 2005 ermordeten Expremiers Rafik Al-Hariri, forderte den Rücktritt der Regierung, der sie vorwirft, die Verantwortlichen des Anschlags zu decken. Tatsächlich erwägt Staatspräsident Michel Suleiman nun die Bildung eines neuen Kabinetts. Der Staatschef habe dazu Beratungen mit den wichtigsten Persönlichkeiten des Landes aufgenommen, verlautete am Mittwoch aus dem Präsidentenpalast.

Der sunnitische Al-Hassan hatte beste Kontakte nach Saudi-Arabien. Ein Großteil seiner Familie besitzt neben der libanesischen Staatsbürgerschaft auch die saudiarabische. Es ist bekannt, daß er kein Freund des Assad-Regimes war, und auch bei der schiitischen Hisbollah war er ein verhaßter Mann. Zu dem Attentat hat sich bisher nie...

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