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25.10.2012 / Inland / Seite 2

»Wir glauben der Politik gar nichts mehr!«

Immer mehr radioaktive Abfälle: Das Atomzwischenlager in Ahaus droht, zum Endlager zu werden. Gespräch mit Falko Tetzlaff

Michael Schulze von Glaßer
Falko Tetzlaff ist im »Ak­tionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen« aktiv

Zur Zeit wird per Lastwagen schwach- und mittelradioaktiver Atommüll aus der ganzen Republik in das atomare Zwischenlager Ahaus im Münsterland gebracht. Dort soll der Müll laut Einlagerungsgenehmigung höchstens bis 2020 bleiben, um dann in das Endlager Schacht Konrad gebracht zu werden. Sie warnen dennoch davor, daß Ahaus zum schleichenden Endlager wird – warum?

Der niedersächsische Umweltminister Stefan Birkner (FDP) hat vor kurzem gesagt, daß der Schacht Konrad bei Salzgitter frühestens 2024 als Endlager zur Verfügung steht. 2009 hieß es noch, er werde 2014 fertig, dann stand die Jahreszahl 2019 im Raum. Wir gehen nach dem Scheitern des Endlagers Asse und den massiven Verzögerungen in Gorleben und Morsleben sogar davon aus, daß es mit dem Schacht Konrad gar nichts mehr wird. Bei der Erkundung des stillgelegten Eisenerz-Bergwerks und dem Ausbau zum Atom-Endlager treten imme...

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