24.10.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Politische Pixel

Im neuen Blockbuster »Medal of Honor Warfighter« kann sich der Spieler in den virtuellen »Krieg gegen den Terror« stürzen – dabei wird westliche Militärpolitik legitimiert

Michael Schulze von Glaßer
In Medal of Honor Warfighter schlüpfen Spieler in die Kampfstiefel der am besten ausgebildeten und fähigsten Soldaten, die es heute gibt, und erleben Missionen, die einen direkten Bezug zu Terrorakten in der realen Welt haben«, heißt es auf der Website des am 25. Oktober erscheinenden neuesten Teils der »Medal of Honor«-Videospielreihe. Die Geschichte des Spiels vom US-Publisher »Electronic Arts« (EA) wurde von US-Elitesoldaten geschrieben und soll sich an realen Einsätzen im Rahmen des vom ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush ausgerufenen »Kriegs gegen den Terror« orientieren. Über die in »Medal of Honor Warfighter« erzählte Geschichte sind noch keine Details bekannt. Nur so viel: Der Spieler wird für Militärmissionen unter anderem nach Bosnien, Pakistan, Somalia, dem Jemen und auf die Philippinen geschickt, um die Interessen des Westens mit Waffengewalt zu verteidigen. Der »Krieg gegen den Terror« als faszinierendes Videospiel. Kontroverse politische Inhalte gibt es aber nicht ...

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