19.10.2012 / Inland / Seite 4

»Geschlossene Stadt«

Hamburg: Immobilienbranche aufgebracht über Vorhaben der SPD zur Dämpfung von Mietpreissteigerungen. Bausenatorin Blankau plant Bundesratsinitiative

Mirko Knoche
Die Proteste gegen überhöhte Mieten nehmen Fahrt auf. Am Mittwoch abend beteiligten sich 1200 Studenten an einer Demonstration gegen die schwindelerregenden Preise. Ein Fünftel der Studienanfänger hat noch keine Wohnung (jW berichtete), selbst Professoren berichten von Problemen, eine Bleibe zu finden. Das Bündnis »Mietenwahnsinn stoppen« ruft für den 27. Oktober zu einem Aktionstag und für den 10. November zu einer Großdemonstration auf.

Derzeit werden in Hamburg für Neuvermietungen 60 Prozent über der ortsüblichen Miete verlangt, berichtete der NDR am Dienstag. Deshalb wolle die sozialdemokratische Bausenatorin, Jutta Blankau, eine Mietobergrenze von 20 Prozent über den Bestandsmieten einführen. Dafür bringe der SPD-Senat eine Gesetzesinitiative im Bundesrat ein. Die Lage ist dramatisch: laut Mieterverein Hamburg wird die Hansestadt zum Jahreswechsel München als teuerstes Pflaster überholen und Spitzenreiter bei den Mietpreisen werden.

Trotz des Wahlv...



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