17.10.2012 / Thema / Seite 10

Aus heiß wird kalt

Die Raketenkrise in der Karibik im Herbst 1962. Teil II (und Schluß): Wie ein Krieg verhindert, der Frieden aber nicht gewonnen wurde

Horst Schäfer
Am Sonnabend, dem 27. Oktober 1962, gab es zwischen USA und UdSSR eine gefährliche Zuspitzung der Raketenkrise in der Karibik. Dabei hatte der sowjetische Ministerpräsident Nikita Chruschtschow in der Nacht zuvor in zwei Briefen an den US-amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy seine Bereitschaft zum Abzug der Raketen aus Kuba erklärt, wenn die USA ihrerseits auf eine Invasion der Insel verzichten und ihre »Jupiter«-Raketen aus der Türkei abziehen würden. Am Vormittag ordnete der US-Präsident erneut eine Ausweitung der von Kuba als Provokation verurteilten Aufklärungsflüge an. Dann kam eine Nachricht, die das Executive Committee (ExComm), die Quasi-Notstandsregierung, kurz nach zehn Uhr erreichte: Ein U2-Spionageflugzeug war aus Alaska in den Luftraum der Sowjetunion eingedrungen. Gegen aufsteigende MiGs rief der Pilot sogar einen US-Kampfjet als Begleitschutz zur Hilfe, der nach US-Aussage mit atomaren Luft-Luft-Raketen bewaffnet war. Verteidigungsminister Robert McNamara soll tot...

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