16.10.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Streiks bei Walmart

Premiere beim weltgrößten Einzelhändler: Teile der US-Belegschaft wehrten sich mit Ausstand gegen Lohndumping und miese Arbeitsbedingungen

Eckhard Geitz
Der Einzehandelsriese Walmart erlebte innerhalb weniger Tage seiner 50jährigen Geschichte gleich zwei Premieren: In seinen US-Lagerhäusern und -Geschäften wurde gestreikt. Am 6. Oktober beendeten Beschäftigte des Subunternehmens Roadlink einen 21tägigen Ausstand in Elwood, Illinois. Im größten derartigen Warenlager der USA wehrten sich die Arbeiter gegen unzumutbare Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung. Parallel dazu ließen auch Beschäftige in großen Walmart-Lagern Südkalifor­niens die Arbeit ruhen. Am 10. Oktober, einem Tag vor dem jährlichen Treffen der Investoren in der Konzernzentrale in Bentonville, Arkansas, trat das Verkaufspersonal in 25 Großsupermärkten in zwölf US-Bundesstaaten in den Ausstand. Laut Werbung bekommen Kunden des Megakonzerns mehr Ware für weniger Geld. Niedrigstpreise sollen für höchste Umsätze sorgen. Die Bilanz zeigt, für das Unternehmen geht die Rechnung auf. Walmart führte 2011 die Rangliste des US-Wirtschaftsmagazins Forbes der weltgrößten Konzerne...

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