16.10.2012 / Inland / Seite 2

»Sie wollen möglichst viel für sich herausholen«

15 deutsche Universitäten haben sich zur Gruppe »German U15« zusammengeschlossen. Gespräch mit Michael Hartmann

Ralf Wurzbacher
Der Elitenforscher Michael Hartmann ist Soziologieprofessor an der Technischen Universität Darmstadt Pünktlich zum Semesterstart haben am Freitag 15 »große forschungsstarke« Universitäten die Gründung der sogenannten German U15 bekanntgegeben. Was halten Sie davon? Hier organisiert sich eine kleine Gruppe von besonders durchsetzungsfähigen Universitäten, um bei der Verteilung der knappen Hochschulmittel möglichst viel für sich herauszuholen. Welche Vorbilder aus dem Ausland gibt es dafür? Solche Verbünde gibt es zum Beispiel in Kanada und den Niederlanden. Die sicherlich effektivste ist aber die Russell-Group in Großbritannien, die die 24 führenden und forschungsstärksten Unis des Königreichs vereint. Ähnlich einflußreich sind in Frankreich die Grandes écoles. Alle diese Vereinigungen verfolgen im Kern das Ziel, innerhalb der jeweiligen Hochschullandschaft einen möglichst großen Anteil der zu verteilenden Mittel für sich herauszuschlagen. Dafür wird an den maßgeblichen politischen Ste...

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