13.10.2012 / Inland / Seite 4

Rechte Hetze mit staatlicher Erlaubnis

Thüringen: CDU-Landrat gewährt NPD-Abgeordneten Zutritt zur Flüchtlingsunterkunft im Wartburgkreis

Susan Bonath
Ob Hetzkampagnen im Internet oder rassistische Übergriffe auf der Straße: Die NPD geht offen gegen alle vor, die in ihren Augen »nicht deutsch genug« sind. Im »NSU-Geburtsland« Thüringen scheint man damit relativ wenig Probleme zu haben. Denn nur so ist es zu erklären, daß zwei Abgeordnete der neofaschistischen Partei ganz offiziell die Erlaubnis zu einem Besuch in einem Ayslbewerberheim erhalten haben. Einer von beiden soll sogar vor kurzem an einem Übergriff auf Flüchtlinge beteiligt gewesen sein. Genehmigt wurde die für den 8. November angesetzte Besichtigung der Migrantenunterkunft in Gerstungen (Wartburgkreis) vom Landrat Reinhard Krebs. Der Thüringer Flüchtlingsrat zeigte sich »entsetzt«. Er fordert den CDU-Politiker in einem Offenen Brief auf, der NPD den Zugang zur Unterkunft zu verwehren, um die Migranten zu schützen.

Während Flüchtlingsinitiativen und Linke seit Jahren die miserablen Zustände im Gerstunger Heim anprangern, hat sich ...

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