12.10.2012 / Ansichten / Seite 8

Kriegsprovokateure

Keine Waffen in syrischem Flugzeug

Werner Pirker
Sich offenkundig an Israel und den USA ein Beispiel nehmend, will sich die Türkei vom Völkerrecht in ihrer Handlungsfreiheit nicht länger einschränken lassen. Mit der von türkischen Kampfjets erzwungenen Landung eines in Moskau Richtung Damaskus gestarteten syrischen Verkehrsflugzeuges in Ankara hat die auf die Entfesselung eines Krieges gerichtete Politik der Erdogan-Regierung ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. Der türkische Außenminister Davutoglu begründete den vom syrischen Verkehrsminister Said zu Recht als »Luftpiraterie« bezeichneten Gewaltakt mit Waffen, die an Bord der Maschine vermutet worden seien. Da solche nicht vorzuweisen waren, wurden Kommunikationsausrüstung und Störsender zu solchen erklärt.

Kommunikationstechnik gilt keineswegs, wie von der türkischen Behörden behauptet, als »zivilluftfahrtwidrig«. Und selbst wenn dem so wäre, hätte die antisyrische Allianz aus Türkei, Westmächten und arabischer Reaktion nicht die geringste Berechtig...

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