10.10.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Caracas gibt sich frei

Venezuelas Hauptstadt erholt sich vom Wahlkampf. Radikale Regierungsgegner werfen Oppositionsführung »Pakt mit der Regierung« vor

André Scheer, Caracas
Am Tag nach der Präsidentschaftswahl herrschte in Caracas Ruhe wie an einem Feiertag. Die meisten Geschäfte blieben geschlossen, auf den Straßen der Hauptstadt gab es erheblich weniger Verkehr als an normalen Tagen. Viele Büros und Unternehmen hielten, wenn nötig, ihren Betrieb nur mit einer Notbesetzung aufrecht. Offiziell war diese Arbeitsruhe nicht, doch augenscheinlich wollten sich viele von den Siegesfeiern erholen, die sich nach der offiziellen Bekanntgabe der Wiederwahl von Präsident Hugo Chávez bis in die Morgenstunden des Montags fortgesetzt hatten. Ohnehin wäre es kaum möglich gewesen, aus der Innenstadt nach Hause zu kommen – die Metro hatte ihren Betrieb planmäßig um 23 Uhr eingestellt, und Taxis oder Busse konnten auf den von Menschen überfüllten Straßen nicht vorankommen. Anhänger des unterlegenen Oppositionskandidaten Henrique Capriles Radonski hingegen widmeten sich am Montag ihrer Frustration, hatten sie diesmal doch fest damit gere...

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