09.10.2012 / Inland / Seite 4

Nach Gutsherrenart

Rentenversicherungsträger verkauft saarländische Klinik-Servicegesellschaft quasi an sich selbst, verdient daran und baut gleichzeitig Mitbestimmungsrechte ab

Daniel Behruzi
Die Knappschaft-Bahn-See (KBS) präsentiert sich gern als sozialpartnerschaftlich orientierter Sozialversicherungsträger. Doch offenbar folgt nun auch die Sozialkasse der Bergleute – die 2005 mit der Bahnversicherungsanstalt und der Seekasse fusionierte – dem allgemeinen Trend des Demokratieabbaus. Das jedenfalls beklagt die Gewerkschaft ver.di in Zusammenhang mit der Veräußerung der »Dienst- und Serviceleistungen GmbH Krankenhäuser Saar« (DSL). Die KBS will das Unternehmen mit rund 200 Beschäftigten an das ebenfalls in ihrem Besitz befindliche Knappschaftsklinikum Saar verkaufen. Zugleich sollen der Kaufpreis der Belegschaft aufgebürdet und die Beschäftigtenvertretung im Aufsichtsrat dezimiert werden.

Das Knappschaftsklinikum selbst ist erst im Sommer dieses Jahres durch die Fusion der saarländischen Knappschaftskrankenhäuser Püttlingen und Sulzbach entstanden. Nun soll die Servicegesellschaft DSL umbenannt und an die fusionierte Klinik verka...

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