08.10.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Krankmacher Billigessen

Nach Krankheitswelle sprechen sich Wissenschaftler für die Einhaltung grundlegender Standards bei Schulverpflegung aus. Ministerin Aigner setzt auf »Weiter so«

Markus Bernhardt
In der vergangenen Woche litten vor allem in Ostdeutschland und dem Raum Berlin über 10000 Kinder und Jugendliche unter Brechdurchfall. Nun ist eine Diskussion über die Qualität der Verpflegung in Kindergärten und Schulen entbrannt. Ausgelöst worden war die Krankheitswelle nach derzeitigen Informationen offenbar durch Tiefkühlerdbeeren, die aus China stammten.

Als Konsequenz aus den Vorfällen spricht sich nicht nur die Linksfraktion im Bundestag für die gezielte Förderung regionaler und saisonaler Versorgungskreisläufe für das Schul- und Kitaessen aus. Auch die Berliner Senatsverwaltung für Verbraucherschutz forderte am Wochenende, auf Lebensmittel, die nicht der Saison entsprechen, für Schulessen zu verzichten. »Erdbeeren Ende September müssen wirklich nicht sein«, stellte Berlins Verbraucherschutzstaatssekretärin Sabine Toepfer-Kataw (CDU) klar.

Widerspruch erntete die Staatssekretärin von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse...

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