08.10.2012 / Feuilleton / Seite 12

»Mein Antrieb ist Zorn«

Über die Zustände in den USA und das Komponieren auf Touchpads. Gespräch mit John Cale

Olaf Neumann
John Cale, Jahrgang 1942, wurde an Baß und Viola bei Velvet Undergound berühmt; produzierte u.a. Nico, Patti Smith, LCD Soundsystem; mit seiner neuen CD »Shifty Adventures in Nookie Wood« ist er ab Sonntag auf Deutschlandtour

Die Band Velvet Underground hat mit analogem Garagensound die Rockmusik verändert. Nutzen Sie heute, mit 70, die neueste Studiotechnologie?

Ich arbeite viel mit Software. Erst am Ende mische ich die digitalen Sounds wieder mit natürlichen Klängen. Schlagzeug und Bass nehme ich meist zuerst auf. Das neue Album ist größtenteils im Alleingang entstanden, ab und zu sind befreundete Musiker dazugestoßen. Wie manche junge Kollegen Rhythmusmaschinen benutzen, fasziniert mich. Nach wie vor schraube ich gern an Rhythmen herum. Es fasziniert mich, den Groove herauszuschälen. Stimmt der, ergeben sich die anderen Instrumente und die Melodie von ganz allein.

Beim Song »Vampire Café« sollte der Beat schwingen, taumeln, torkeln, ...

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