06.10.2012 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Der Schwarze Kanal: Blamierte Ideen

Werner Pirker
Ann-Marie Slaughter, Professorin für Politik und internationale Beziehungen an der Princetown University, erklärt in einem in der Springer-Zeitung Die Welt erschienenen Beitrag, wie Demokratie zu funktionieren habe. Als ehemalige Direktorin des politischen Planungsstabes im US-Außenministerium muß sie es wissen. Und weil die USA nun einmal die Führungsmacht der Demokratie zu sein haben, nannte sie als Beispiel für eine entwickelte demokratische Kultur ­Obamas Entscheidung, seine schärfste Rivalin im Vorwahlkampf, Hillary Clinton, zur Außenministerin zu ernennen. Das beweise, daß »Demokratie kein blutiger Sport sein muß«, zitiert Slaughter aus der Parteitagsrede des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton.

Amerika, du hast es besser. Denn anderswo, schreibt die Politikprofessorin, sei »Demokratie immer noch ein – buchstäblich – blutiger Sport«, bestehe »der Nutzen der Wahl darin, die Macht zu ergreifen und seine Gegner zu drangsalieren, festzus...

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