04.10.2012 / Sport / Seite 16

Was niemand sonst hat

Mit der Athletenparade die Promenade runter: Kroatien nimmt’s sportlich

Klaus Weise, Split
Das Rolling Stone Magazine hat sich mit seiner Oktoberausgabe kaum Freunde in Kroatien gemacht. »Wenn du einen Sklavenhalter oder den (Ku Klux) Klan im Blut hast, können Schwarze das spüren«, erklärt Bob Dylan in dem Heft. »Genau wie Juden Naziblut spüren können und Serben kroatisches Blut«. In dieser Reihe fühlen sich die meisten Kroaten schlecht aufgehoben. Man kann das verstehen.

Ein alternativer Vergleich zwischen Deutschen und Kroaten drängte sich mir gerade im Urlaub an der Adria auf, in Kroatiens zweitgrößter Stadt Split. Die Stadt Berlin, in der ich als Köpenicker zu Hause bin, feiert sich gern als eine der weltweit führenden Metropolen der Körperertüchtigung. In Split schlug die englischsprachige Adriatic Times ganz ähnliche Töne an: »Split hat, was niemand sonst hat, und deshalb ist es und wird es bleiben: die sportlichste Stadt der Welt!« Verglichen mit der Berliner Selbstherrlichkeit, war die kroatische gut begründet: Kein zweites...

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