24.09.2012 / Inland / Seite 8

»Zivil-militärische Zusammenarbeit bekämpfen«

Protest gegen staatliche Entwicklungshilfe-Agentur: In Bonn beginnt heute Prozeßserie gegen Kriegsgegner. Ein Gespräch mit Melanie Ruf

Frank Brendle
Melanie Ruf gehörte zu einer Gruppe, die im vergangenen Jahr die Räume der »Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit« in Bonn besetzte

Die »Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat sich unter Minister Dirk Niebel (FDP) zunehmend auf das Konzept der »Vernetzten Sicherheit« und der »Zivil-Militärischen Kooperation« mit der Bundeswehr eingelassen. Worin drückt sich diese Zusammenarbeit konkret aus?

Entwicklungspolitik wird immer stärker mit Kriegspolitik verschränkt und für das Militär instrumentalisiert. Das ist auch in einem Kooperationsabkommen zwischen GIZ und Bundeswehr so vereinbart. Gerade in Afghanistan gibt es mittlerweile eine enge Zusammenarbeit zwischen Soldaten und Entwicklungshelfern.

Die GIZ kann beispielsweise das Feldpostwesen und das Geoinformationssystem der Bundeswehr nutzen, also von militärischen Aufklärungsfähigkeiten profitierten. Umgekehrt übernimmt die GIZ die Verwaltung von Bundeswehrliegenschaften. Vor allem...


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