24.09.2012 / Inland / Seite 4

»Lebensschützer« vor dem Kanzleramt

Berlin: 2000 Fundamentalisten demonstrierten gegen »Abtreibung und Euthanasie«. Vielfältiger Protest

Anna Bock
Der »Marsch für das Leben« am Samstag durch Berlins Mitte war besser besucht als der des vergangenen Jahres. Aufgerufen zu der Kundgebung »gegen Abtreibung und Euthanasie« hatte der »Bundesverband Lebensrecht« (BVL), eine Dachorganisation von 14 »Lebensschützer«-Gruppen. Die Auftaktveranstaltung am Bundeskanzleramt war weiträumig abgeriegelt, wohl um das Einsickern von Gegendemonstranten zu verhindern. Die wenigen Zugänge wurden von Polizisten sowie Ordnern der Abtreibungsgegner kontrolliert.

Wie in den letzten Jahren hatte das Bündnis »Gegen christlichen Fundamentalismus und Abtreibungsverbot« unter dem Motto »What the fuck!« zu Protesten aufgerufen. Mehrere hundert Menschen folgten dem Aufruf und mischten sich sowohl bei der Auftaktkundgebung als auch während der Demonstration unter die selbsternannten Lebensschützer.

Auf die Gefährlichkeit der christlichen Fundamentalisten und ihr rechtslastiges Gedankengut machte ein Redner der Gegenkundgebung aufme...



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