24.09.2012 / Feuilleton / Seite 12

Die neue Gleichgültigkeit

Schon wieder gibt’s einen Teil von Jeff Kinneys Romanreihe »Gregs Tagebuch« im Kino zu sehen

Laura Einhorn
Buchverfilmungen können gern mal nach hinten losgehen. Eins steht aber fest: Ob Rowlings magischer Teenieschwarm mit Narbe auf der Stirn, Tolkiens Elben oder die blauen Goldesel aus Pandora: Es bedarf immer eines erregenden und eines retardierenden Momentes plus Höhe- und Wendepunkt. Die Geschichte an dieses Schema anzupassen, hätte auch der dritten Verfilmung von Gregs Tagebüchern ganz gut getan. Die 2008 erstmals erschienenen Comicromane des amerikanischen Onlinespiele-Entwicklers Jeff Kinney sind mittlerweile zu sechst, ein siebter Band läßt nicht mehr lange auf sich warten. Ursprünglich wurden Gregs Memoiren für Erwachsene entworfen, gaben aber auch dem Kinderbuchmarkt wieder ordentlich Anstoß. Große Erfolge waren schon bald auch bei den deutschen Lesern zu verzeichnen – irgendwie bekommt der Comic durch seine Tarnung als Buch so einen netten intellektuellen Touch. Bereits 2010 wurde der erste Band verfilmt – aus Angst vor dem Alterungsprozeß der jungen Darsteller gab...

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