21.09.2012 / Feminismus / Seite 15

Klebezettelblase um Rio

In Berlin wurde diskutiert, was die UN-Konferenz in der brasilianischen Metropole in Sachen Geschlechtergerechtigkeit gebracht hat: Kaum Greifbares, viele neue und alte Fragen

Laura Einhorn
Wenn eines der führenden Mineralölunternehmen der Welt die UN-Konferenz zum Thema »nachhaltige Entwicklung« sponsert, drängt sich unweigerlich der Verdacht auf, daß es dabei eher um Greenwashing als um Green Economy geht. 20 Jahre nach dem »Weltgipfel« von Rio de Janeiro fand vom 20. bis zum 22. Juni diesen Jahres die »Rio+20-Konferenz« der Vereinten Nationen statt, die Wege zu einer nachhaltigen Entwicklung diskutieren – und konkrete Maßnahmen beschließen sollte. Mehrere zivilgesellschaftliche Gruppen waren an der Diskussion beteiligt, so auch die »Women’s Major Group« (WMG), eine Vereinigung aus über 200 internationalen Frauengruppen und Einzelpersonen. Wie erwartet, konnten auch aus Sicht der Frauen in Rio keine bahnbrechenden Erfolge erzielt werden. So heißt es in der abschließenden Stellungnahme der WMG: »Die WMG arbeitete rund um die Uhr am Erhalt bestehender Frauenrechte und bereits vereinbarter Verpflichtungen zur Geschlechtergerechtig...

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