19.09.2012 / Titel / Seite 1

Henkel sucht Notausgang

Sebastian Carlens
Verschwieg der Berliner Innensenator Erkenntnisse gegenüber dem Bundestagsausschuß zum »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU)? Nach schweren Vorwürfen hat Frank Henkel (CDU) am Dienstag in einer Sondersitzung des Innenausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses Stellung nehmen müssen. Der Chemnitzer Neonazi Thomas Starke, der den späteren mutmaßlichen NSU-Terroristen konspirative Quartiere und über ein Kilogramm Sprengstoff beschafft haben soll, wurde bereits Ende 2000 vom Berliner Landeskriminalamt (LKA) als »Vertrauensperson« geworben. In seiner elfjährigen Zeit als Informant machte er mehrfach Angaben zum Aufenthaltsort der NSU-Mitglieder. Nach einem Hinweis Starkes aus dem Jahr 2002, nach dem der Produzent der neofaschistischen Band »Landser«, Jan Werner, Kontakt zum NSU-Trio halte, hätten die damals teilweise steckbrieflich gesuchten Neonazis möglicherweise dingfest gemacht werden können – mehrere Morde, die heute dem NSU zugerechnet werden...

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