15.09.2012 / Ausland / Seite 7

Geringe Erwartungen

UN-Vermittler Brahimi zu Gesprächen in Syrien eingetroffen. Iran und Saudi-Arabien ringen um regionalen Einfluß

Karin Leukefeld
Der syrische Außenminister Walid Muallem hat dem neuen Syrienbeauftragten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, die volle Bereitschaft zur Zusammenarbeit zugesichert. Die beiden Diplomaten waren am Donnerstag in Damaskus zu einem ersten Treffen zusammengekommen, für Freitag war ein Gespräch zwischen Brahimi und dem syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad vorgesehen. Brahimi hatte zu Beginn seines Besuchs in Damaskus vor »zu großen Erwartungen« gewarnt. Die Situation verschlimmere sich, sagte er in Kairo vor seiner Abreise nach Damaskus. »Sollte sich die Lage weiter verschlechtern, bedroht das nicht nur Syrien, sondern die direkten und entfernteren Nachbarstaaten.«

Der Vorgänger Brahimis, der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan, hatte seine sechsmonatige Amtszeit als Vermittler nicht verlängert. Wichtige regionale Akteure – insbesondere die Türkei, Katar und Saudi-Arabien – hatten Annan Gespräche über den von ihm vo...

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