15.09.2012 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Herrscherstaat

Im Dezember 1898 analysierte Rosa Luxemburg die Konsequenzen des US-Sieges im Krieg gegen Spanien: Die USA waren zu einer Weltmacht geworden

Der spanisch-amerikanische Krieg von April bis Dezember 1898 war der erste imperialistische Krieg um die Neuaufteilung der Welt. Die USA verstärkten durch den Sieg ihren Einfluß in Lateinamerika, erweiterten ihr Kolonialreich um Kuba, Puerto Rico und Guam und eroberten die Philippinen, d. h. eine strategisch wichtige Militärbasis in Ostasien. Rosa Luxemburg analysierte Gründe und Folgen des US-Sieges: Die Friedensverhandlungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten haben den Sieg der Union besiegelt. (…) Im ganzen betrugen die Ausgaben der Union für Heer und Flotte während der Dauer des Krieges 1250000 Dollar täglich, während sie in den Friedenszeiten (1890–1897) nur 250000 Dollar pro Tag betrugen. Der von dem Kongreß im März bewilligte Kredit von 50 Millionen war natürlich sehr bald verschlungen, und neue Kreditbewilligungen folgten eine auf die andere, so daß sie im ganzen die Summe von 361788095 Dollar erreichten. Im Bewilligen war der patriotische Kongreß, in ...

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