14.09.2012 / Ausland / Seite 6

Kein Massaker

Venezuela: Berichte über Mord an Yanomami waren falsch

Modaira Rubio, Barinas
Die Indígena-Hilfsorganisation Survival International hat am Mittwoch eingeräumt, daß es offensichtlich kein Massaker an Yanomami im Süden Venezuelas gegeben hat. »Nachdem Survival nun selbst Aussagen von vertraulichen Quellen erhalten hat, glauben wir, daß es keine Attacke von Goldgräbern auf die Yanomami-Siedlung von Irotatheri gegeben hat«, schreibt die Vereinigung auf ihrer Homepage. Zuvor hatte sie wochenlang behauptet, illegale Goldschürfer hätten 80 Indígenas ermordet. Nun mußte sie einräumen, daß diese Berichte auf Hörensagen beruhten: »Yanomami aus dem Gebiet hatten im Juli Berichte von Tötungen gehört. Dies wurde von einigen berichtet, als ob sich dies in jener Siedlung ereignet hätte.« In Venezuela hatte Ende August als erster Luis Shatiwe von der Organisation Horonami solche Vorwürfe erhoben. Die Opposition präsentierte sich daraufhin sofort als »Verteidigerin der indigenen Völker«, und auch der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte (CIDH), der in Venezuela se...

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