14.09.2012 / Thema / Seite 10

Enger Schulterschluß

Hintergrund. Angetrieben von der Industrie arbeitet die Regierung Merkel mit Hochdruck an einer »deutschen Rohstoffstrategie«. Die Kanzlerin sieht darin »eine klassische Querschnittsaufgabe« und setzt auf interministerielle Zusammenarbeit

Jörg Kronauer
Verborgener Zinnschatz im Erzgebirge« – unter diesem fast märchenhaften Titel berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung Ende August von jüngsten Meldungen aus dem südlichen Sachsen, denen zufolge sich dort »eines der weltweit größten bekannten Zinnvorkommen« befinde. Vor 20 Jahren sei der Erzbergbau in der Bundesrepublik komplett eingestellt worden, weil er aufgrund der niedrigen Weltmarktpreise nicht mehr profitabel gewesen sei, schrieb das Blatt: Dies habe sich mit dem gewaltigen Preisanstieg bei den Rohstoffen in den letzten Jahren geändert. Es stimmt: Konnte man für eine Tonne Zinn im Frühjahr 2003 nur gut 4000 Euro verlangen, so bekommt man heute fast das Vierfache – rund 15000 Euro. Bei solchen Erlösen ist auch in Deutschland wieder eine gewinnbringende Zinnförderung möglich. Dabei sind die Summen, die man bei heutigen Preisen mit den Zinnvorkommen in Gottesberg und in Geyer im Erzgebirge erzielen kann, enorm. Etwa 160000 Tonnen liegen dort, sie brächten gut 2,5 ...

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