11.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Das Schweigen brechen

Neues Buch von »Breaking the Silence«: Israelische Soldaten und Reservisten schildern die Besatzungsrealität in den palästinensischen Gebieten

Tsafrir Cohen
Seit über 45 Jahren gehören israelische Soldatinnen und Soldaten zum Stadtbild von Hebron und anderen palästinensischen Städten. Sie patrouillieren nachts durch die Gassen, setzen Ausgangssperren durch, dringen in private Häuser ein. Sie sehen viel, doch zurück zu Hause sprechen die jungen Menschen wenig über ihre Erfahrungen. Denn die Mehrheit der israelischen Bevölkerung möchte nicht so genau wissen, wie der Alltag einer lang anhaltenden Besatzung der palästinensischen Gebiete aussieht, wie sich militärische Angriffe und Straßensperren auf die Zivilbevölkerung auswirken. Auch möchte man nicht sehen, was die eigene Armee dort wirklich tut. Hier beginnt die Arbeit von »Breaking the Silence«. Der Name ist Programm: »Breaking the Silence« ist eine Organisation israelischer Reservisten, die als Soldaten die Besatzungsrealitäten – von struktureller Repression, über die stille Kooperation mit extremistischen jüdischen Siedlern bis hin zu alltäglichen Schikanen – erlebt haben un...

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