10.09.2012 / Ausland / Seite 6

Blockaden in Palästina

Anhaltende Proteste gegen schlechte Lebensbedingungen. UN besorgt über prekäre Lage der Arbeiter in Gaza

Karin Leukefeld
Mit Straßenblockaden und Streiks protestieren Palästinenser in der Westbank seit Tagen gegen Arbeitslosigkeit und Preiserhöhungen. Die palästinensische Nachrichtenagentur Maan News berichtete am Sonntag, daß der Verkehr auf der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung mit brennenden Autoreifen und Felsbrocken zum Erliegen gebracht wurde. Während der ersten Intifada Ende der achtziger Jahre sollten so die israelischen Besatzungstruppen gestoppt werden – in diesen Tagen aber richtet sich der brennende Protest gegen die Palästinensische Autonomiebehörde. Unter Kritik steht insbesondere Ministerpräsident Salam Fayyad, der bis zum Frühjahr 2012 in Personalunion auch das Finanzministerium führte. Fayyad, ein früherer Beamter des Internationalen Währungsfonds (IWF), verteidigte seine Politik. Er habe seit Jahren darauf bestanden, die palästinensische Ökonomie von ausländischer Hilfe unabhängig zu machen, erklärte er am Sonntag im Palästinensischen Rundfunk. »Natürlich stünden wir heute besser ...

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